Mareit – Schneebergscharte – Pfelders 41,6 km, 2284 hm
Über die Schneebergscharte nach Pfelders
Der Regen des Vortages hatte auch in der Nacht noch kein Ende gefunden – erst in den frühen Morgenstunden klärte sich der Himmel allmählich. Endlich niederschlagsfrei, und hin und wieder ließ sich sogar die Sonne blicken – beste Voraussetzungen für den Start in eine der anspruchsvolleren Etappen dieser Tour.
Von meinem Ausgangspunkt ging es stetig bergauf ins Ridauntal – vorbei an Wiesen, Almen und immer dichter werdenden Wäldern bis hinauf nach Schneeberg auf etwa 1480 m. Hier stehen noch immer Relikte der einst regen Bergbautätigkeit, die längst eingestellt ist. Heute gibt es Führungen für interessierte Besucher – ein kleines Fenster in die Vergangenheit dieser abgelegenen Region.
Am Ende des Tales beginnt der eigentliche Anstieg zur Schneebergscharte. Der Weg steigt zunächst steil an, legt sich später aber zurück und führt als angenehmer Forstweg zur Moarberg Alm auf 2121 m. Hier endete der fahrbare Teil der Strecke.
Es folgte eine lange Schiebe- und Tragepassage, bei der sich fahrbare Abschnitte nur noch vereinzelt fanden. Der Aufstieg zur Scharte auf 2685 m dauerte gut zwei bis zweieinhalb Stunden. Leider zog sich genau in diesem Moment dichter Nebel über die Gipfel, sodass der Weg zunehmend gespenstisch wirkte.
Doch oben, auf der Schneebergscharte, zeigte sich schließlich die ersehnte Wetterscheide – beim Blick zurück war noch alles grau und verhangen, nach Westen hin aber öffnete sich die Landschaft unter strahlendem Sonnenschein. Wichtig an dieser Stelle: Für den Abstieg unbedingt die linke Route wählen – rechts ist ein Abstieg mit Rad nahezu unmöglich.
Die Abfahrt führte in engen Kehren rund 300 Höhenmeter hinunter zur Schneeberghütte, wo ich endlich zur Mittagsrast einkehrte – mit Sonnenschein im Gesicht und einem wohlverdienten warmen Getränk in der Hand.
Der restliche Weg bis zum Abzweig Timmelsjoch war technisch unspektakulär und gut zu fahren. Ab dort ging es dann auf Asphalt weiter – über Moos im Passeier bis nach Pfelders, dem heutigen Etappenziel. Ein Tal, das die Sonne wieder vollständig zurückbrachte – und mit ihr das Gefühl, eine weitere eindrucksvolle und fordernde Etappe erfolgreich gemeistert zu haben.
Maximale Höhe: 2642 m
Gesamtanstieg: 2239 m
Gesamtzeit: 05:22:19


















































